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Geschichte

Seit dem Jahr 2001 ist der österreichische Strommarkt vollständig liberalisiert, das heißt jeder Kunde kann sich seinen Stromlieferanten selber wählen. Im noch verbleibenden Monopolbereich des Verteilnetzes sorgt die Regulierungsbehörde für laufende Kürzungen der Netztarife. Beides hat zu einem enormen Kostendruck geführt, dem wir erfolgreich begegnen konnten. Auch waren, wie schon früher, erhebliche Investitionen in den Auf- und Ausbau unserer Netze (Strom, Wasser, Kanal, Glasfaser) erforderlich - alleine in den letzten 5 Jahren wieder über 8 Mio. (ohne Kraftwerk Kelchsau-Ehreit).


Im Strombereich konnten wir nach fast 30 Jahren in einer engen Kooperation mit der Kommunalbetriebe Hopfgarten GmbH eine weitere Kraftwerkstufe in der Kelchsau – das Kraftwerk Kelchsau-Ehreit – mit einer Investition von 6,4 Mio. innerhalb von 11 Monaten errichten und im Dezember 2005 erfolgreich in Betrieb nehmen.

Im Bereich der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung hat die qualitative und quantitative Ver- und Entsorgungssicherheit oberste Priorität. Die Netze sind am Stand der Technik und die Erweiterung der Gemeindeverbands-Abwasserreinigungsanlage in Kirchbichl um 17 Mio. ist im Herbst 2010 in Betrieb gegangen.

Schon Ende der 90er Jahre hat die Stadtwerke Wörgl GmbH mit dem intensiven Auf- und Ausbau des Glasfasernetzes in Wörgl begonnen und damit die Basis für die Datenübertragungsinfrastruktur des 21. Jahrhunderts gelegt. Unser Geschäftsbereich EDV/Internet bedient heute über 1.100 zufriedene Kunden mit den verschiedensten Internet- und Datendiensten.

Im Jahr 2005 hat die Stadtwerke Wörgl GmbH die Entscheidung getroffen, neben Kilowattstunden Strom und Kubikmeter Trinkwasser den Wörgler Haushalten auch eine sichere und umweltbewusste Versorgung mit den nötigen Kilowattstunden an Gebäudewärme anzubieten. Durch den Einstieg in den
Geschäftsbereich der Gebäudewärmeversorgung (Wärmecontracting) konnten wir unser Geschäft ausbauen und Synergieeffekte nutzen.

Im Frühjahr 2014 starten wir den Ausbau des Stadtwärmenetztes Wörgl. Stadtwärme Wörgl ist umweltfreundliche Energie in Kooperation mit regionalen Industriebetrieben. Erneuerbare Energie, unabhängig von stetig steigenden Heizölpreisen.  Mit diesem Vorhaben sollen im ersten Abschnitt künftig ca. 21.000 MWh Abwärme der Tirol Milch/Berglandmilch eingespeist werden. Die Stadtwerke Wörgl errichten dazu ein eigenes Stadtwärmenetz, das in mehreren Ausbaustufen realisiert werden soll. Die erste Ausbaustufe reicht vom Betriebsgelände der Firma Tirol Milch bis zur Kreuzung Brixentalerstraße und von dort entlang der Brixentalerstraße (und den Nebenstraßen) bis zur Pfarrkirche Wörgl. Diese Bauphase erstreckt sich von April 2014 bis Herbst 2014.

Im Jahre 2015 wird das Wärmenetz dann entlang der Innsbruckerstraße (von der Kirche bis zum Wave) und in der Bodensiedlung weitergebaut.

Auch mit der Übernahme der kommunalen Abfallwirtschaft im Jahr 2006 ist ein weiteres Standbein entstanden. Auch hier konnten wir durch die Nutzung vorhandener Strukturen erhebliche Synergien realisieren.

Seit 2008 arbeiten wir gemeinsam mit der Stadt Wörgl an der Initiative „Wörgl – unsere Energie“.
Hier wollen wir alle Anstrengungen unternehmen, um gemeinsam mit den Wörglerinnen und Wörglern für unser Wörgl eine Energiezukunft zu gestalten, bei der die zukünftigen Verbräuche an Energie vorwiegend aus heimischen erneuerbaren Energien abgedeckt werden können.

Anlagen & Chronik

allgemein

Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Wörgl GmbH werden jährlich ca. 60 Mio. kWh Strom in das Netz eingespeist. Davon stammen 32% aus Eigenerzeugung. Die Verteilung erfolgt über 59 km Mittelspannungs- und 129 km Niederspannungsnetz. 5 Umspannwerke und 59 Netzstationen garantieren eine sichere Versorgung.

Die Eigenerzeugung erfolgt aus 100% Ökoenergie, die Gliederung der zugekauften Energie erfolgt nach dem aktuellen europäischen Gesamterzeugungsmix der UCTE.

3 Kraftwerke

Derzeit erzeugen die 3 Kraftwerke (Kraftwerk Kelchsau Zwiesel, Kraftwerk Wörgl Müllnertal und Kleinkraftwerk Hennersberg) 20.369 MWh und decken damit 36,1 % der elektrischen Energie ab. Die Differenz auf den Gesamtverbrauch beträgt 36.192 MWh (63,9 %) und wird von der Tiwag zugekauft.

Die Verteilung erfolgt über 4 Umspannwerke, 57 Trafostationen, Kabel- und Freileitungen zu den Abnehmern.

1990
KLEINKRAFTWERKES HENNERSBERG

Im Jahr 1990 wurde eine neue Trinkwasserleitung DN 200 von der Quelle Oberau zum Hochbehälter 1300 m³ verlegt. Dadurch ergab sich auch die Möglichkeit der energiewirtschaftlichen Nutzung des Trinkwassers durch den Bau des Kleinkraftwerkes Hennersberg.

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1966/67
KW KELCHSAU ZWIESEL

In den Jahren 1966/67 wurde das Wasserkraftwerk KW Kelchsau Zwiesel als Laufkraftwerk errichtet. Der Anteil des Kraftwerkes an der Eigenstomerzeugung beträgt derzeit ca. 85 %.

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1951
Firmenname

Der Firmenname wurde aufgrund einer Änderung der Eigentumsverhältnisse auf Elektrizitätswerk der Marktgemeinde Wörgl, sowie in Folge der Stadterhebung im Jahr 1951 auf Stadtwerke Wörgl geändert.

1931
Marktgemeinde Alleininhaberin

Die Marktgemeinde Wörgl wurde im Jahr 1931 Alleininhaberin des E-Werkes.

1922
Beteiligung durch Marktgemeinde

Die Marktgemeinde Wörgl beteiligte sich im Jahr 1922 an dem inzwischen in eine Elektrizitätsgenossenschaft umgewandelten Betrieb.

1898
KW Wörgl Müllnertal

Im Jahre 1898 erhielt Herr Josef Steinbacher aus Wörgl die Genehmigung zur Errichtung einer Wasserkraftanlage am Wörgler Bach - dem heutigen KW Wörgl Müllnertal.

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Wasser

Das Wasserwerk, ein Teilbetrieb der Stadtwerke Wörgl GmbH., fördert jedes Jahr rund 1,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, um den täglichen Wasserbedarf für die Haushalte, Gewerbe und Industrie, vom Lahntal bis Pinnersdorf zu sichern. Der durchschnittliche Tagesverbrauch beträgt ca 3.500m³. Die Gesamtlänge der verlegten Wasserleitungen (ohne Hausanschlussleitungen) beträgt ca. 65 Kilometer. Rund 11.500 Einwohner werden derzeit über ca. 1.600 Hausanschlüsse vom Wasserwerk mit Trinkwasser versorgt.
3 Quellfassungen, 3 Tiefbrunnenanlagen, 3 Hochbehälter mit einem gesamtem Speichervolumen von 2.712 m³ und 2 Druckerhöhungsanlagen sind die wichtigsten Anlagenteile der Wasserversorgung.

Der tägliche Gesamtwasserbedarf beträgt ca. 4.000 m³ im Winter und ca. 5.000 m³ im Sommer. Die Wasserverteilung erfolgt über ein ca. 60 km langes Verteilnetz mit einem Leitungsdruck von ca. 5-6 Bar. Die Wassertemperatur beträgt ca. 9-10 °C.

Abwasser

Seit den 50-iger Jahren sind die Stadtwerke Wörgl auch für die Entsorgung des Abwassers zuständig. Dabei werden ca. 55 km Sammelkanäle und 10 km Hausanschlusskanäle sowie 4 Pumpwerke und 3 Regenüberlaufbecken betreut. Die Anschlussdichte beträgt 96%.
Die Abwässer der Stadtgemeinde Wörgl gehen in die Kläranlage des Abwasserverbandes Kufstein und Umgebung.

Die Abwasserentsorgung der Haushalte und Betriebe erfolgt über ca. 55 km Sammelkanäle und ca. 10 km Hausanschlußkanäle, sowie 4 Kanalpumpwerke. Die Anschlußdichte in Wörgl beträgt 96%.
Die gesammelten Abwässer werden der Verbandkläranlage Wörgl-Kirchbichl und Umgebung zugeleitet.
Neben Wörgl sind im Abwasserverband die Gemeinden Kirchbichl, Bad Häring, Angath, Mariastein, Langkampfen, Kundl und Wildschönau vertreten.

1998-2000
Lahntal

Die nicht mehr zeitgemäße geographische Lage des Tiefbrunnens, das Gefahrenpotential durch die Nähe der Bundesstraße und die wachsenden Gewerbebetriebe im Bereich Lahntal, führten zu Überlegungen, einen neuen und sicheren Standort für eine Tiefbrunnenanlage zu suchen.
Dieser Standort wurde südlich des Stangl - Hofes im Lahntal gefunden, die Probebohrungen waren erfolgreich und es konnten in den Jahren 1998 bis 2000 zwei neue Tiefbrunnen abgeteuft werden. Nach Fertigstellung der notwendigen Bauwerke, technischen Ausrüstungen und der Anbindung an die Transportleitung DN 300 zum Hochbehälter Hennersberg, konnte die Anlage im Frühjahr 2000 den Probebetrieb aufnehmen. Seit Herbst 2000 wird mit dieser Tiefbrunnenanlage der Großteil des Trinkwasserbedarfes der Bevölkerung von Wörgl abgedeckt.

1970er
lahntal1

In den 70er Jahren wurde das Trinkwasserpumpwerk Lahntal, mit einer max. Fördermenge von 100 l/Sek errichtet. Dadurch war man von den Quellschüttungen unabhängig und es wurden bis zu 2/3 des Gesamtwasserbedarfes aus diesem Horizontalfilterbrunnen gefördert.

1954
Hennersberg

In weiterer Folge des Ausbaus des Verteilnetzes im Jahr 1927, wurden 1954 die Quellen Pinnersdorf erschlossen und der Hochbehälter Hennersberg HB 1300 erbaut.

1950er
Abwasserentsorgung

Die Abwasserentsorgung der Haushalte und Betriebe ist seit den 50-iger Jahren ebenfalls ein Teilbereich der Stadtwerke.

1927
Hennersberg1

Ursprünglich fand man mit den Sonnbergquellen noch das Auslangen, jedoch schon 1927 musste aufgrund der wachsenden Bevölkerung die Quelle Oberau über den Hochbehälter Hennersberg HB 250 dem Verteilnetz zugeführt werden.

1899
öffentliches Verteilnetz

Seit dem Jahre 1899 wird die Bevölkerung von Wörgl über ein öffentliches Verteilnetz mit Trinkwasser versorgt.

24 Stunden Bereitschaftsdienst

unter 0664 62 60 905