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Wie sehen in Bezug auf Smart Meter die rechtlichen Grundlagen aus?
2009 haben alle EU-Staaten gemeinsam beschlossen bis 2020 Smart Meter in Europa einzuführen. In Österreich wurde vom Gesetzgeber festgelegt, dass bis Ende 2019 mindestens 95% dieser intelligenten Messgeräte getauscht werden müssen.

Das sind die gesetzlichen Bestimmungen:
•    3. EU-Binnenmarktpaket:  Regelung der Energiewirtschaft in Europa
•    Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG): Regelung der generellen Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer in Österreich
•    Intelligente Messgeräte Anforderungsverordnung 2011 (IMA-VO 2011): Definition des Mindest-Funktionsumfanges von Smart Meter in Österreich
•    Intelligente Messgeräte Einführungsverordnung (IME-VO 2012): Regelung des verpflichtenden Einführungszeitraumes für Netzbetreiber in Österreich
•    Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungs-VO 2012 (DAVID-VO 2012): Darstellung und Austausch der Smart Meter Daten zwischen Kunden, Netzbetreiber und Energielieferant
•    Allgemeine Verteilernetzbedingungen Strom der Stadtwerke Wörgl GmbH: Auf dieser Grundlage werden die Netzzugangsverträge zwischen Netzbetreiber und Kunden abgeschlossen
•    Sonstige Marktregeln Strom: Kapitel 1 – Begriffsbestimmungen


Opt out- was bedeutet das für mich als Kunde/Kundin?
Laut § 83 ElWOG muss ich keinen intelligenten Zähler nehmen - bleibt mein derzeitiger Zähler oderbekomme ich trotzdem einen neuen/anderen analogen Zähler?
Der Tausch auf einen Smart Meter ist grundsätzlich per Gesetz vorgeschrieben und somit zwingend. Möchte ein(e) Kunde/Kundin kein intelligentes Messgerät erhalten, ist dieser Wunsch gemäß § 83 Abs. 1 ElWOG zu berücksichtigen. Entsprechend den von der Regulier-ungsbehörde E-Control veröffentlichten Sonstigen Marktregeln Strom können sich Kunden gegen Funktionalitäten eines Smart Meter entscheiden, allerdings nicht gegen die Installation eines digitalen Zählers sowie einer Fernauslesung von Verbrauchswerten für Verrechnungszwecke. Die Umsetzung eines Opt-out-Wunsches wird technisch so realisiert, dass die Aufzeichnung von 15 Minuten Verbrauchswerten im Zähler und die Abschalt- bzw. Leistungsbegrenzungsfunktion deaktiviert werden. Somit handelt es sich um einen normalen elektronischen Zähler mit Kommunikationsanbindung, wie er bereits seit Jahren bei gewerb-lichen Kunden in Verwendung ist. KundInnen, die sich für Opt-out entscheiden, bekommen dies am Zähler angezeigt. Terminvereinbarungen für Zähler-Ablesungen entfallen, Zähler-Selbstablesungen sind nicht mehr erforderlich.