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Wer hat Zugriff auf die Verbrauchswerte (=Zählerstände)?
Der Netzbetreiber darf Verbrauchswerte nur aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen oder einer ausdrücklichen Zustimmung des Kunden auslesen und verarbeiten. Zugriff auf diese Daten hat nur der Kunde/die Kundin selbst über das Web-Portal. Eine Weitergabe der Daten durch den Netzbetreiber erfolgt - wie bisher- ausschließlich an den jeweiligen Energie-lieferanten und auf Basis der gesetzlichen Vorgaben (lt. ElWOG). Der Kunde/die Kundin entscheidet selbst, wem er darüber hinaus diese Daten zur Verfügung stellen bzw. weiter-geben möchte.


Wie kann zuverlässig verhindert werden, dass Dritte die Daten einsehen können?
Die Übertragung der im Zähler erfassten Verbrauchswerte erfolgt stets verschlüsselt unter Verwendung eines dem Stand der Technik entsprechenden Verschlüsselungsverfahrens.
Ebenso ist der Web Portal Zugang nur mit einer gesicherten Authentifizierung und den korrekten Zugangsdaten für den Kunden möglich. Der Zugriff auf die Kundendaten in den EDV-Systemen ist ausschließlich jenen Stadtwerke Wörgl - MitarbeiterInnen gestattet, welche diese im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung/beruflichen Tätigkeit unbedingt benötigen.
Die Verbrauchswerte an der Kundenschnittstelle werden verschlüsselt ausgegeben und können somit nur vom Endgerät (Home Display) des jeweiligen Kunden verarbeitet werden.


Wie sicher sind Smart Meter? Wie werden meine Daten geschützt?

Bei der Stadtwerke Wörgl GmbH nehmen der Datenschutz und die Datensicherheit eine zentrale Rolle ein. Datenschutzrechtliche Grundprinzipien und der Schutz Ihrer Privatsphäre stehen im Vordergrund. In den laufenden Planungen werden alle Aspekte, die den Daten-schutz und die Datensicherheit betreffen mitberücksichtigt und hierfür erforderliche Maß-nahmen ausgearbeitet.
Bei Österreichs Energie, der Interessensgemeinschaft der Energiebranche, wurde von den österreichischen Netzbetreibern in Zusammenarbeit mit internationalen Sicherheitsexperten ein umfassendes Papier zur Datensicherheit erarbeitet und abgestimmt, welches die Grund-lage für die Errichtung und den Betrieb von Smart Meter in Österreich darstellt. Die Erheb-ung der Verbrauchswerte durch einen Smart Meter unterliegt, wie jede andere Datenan-wendung, den Regelungen des Datenschutzgesetzes. Die Einhaltung wird durch den Netz-betreiber gewährleistet. Auch der Netzbetreiber selbst darf die Verbrauchsdaten nur für die gesetzlich definierten Zwecke verwenden.


Kann aufgrund Smart Meter mein Haus visuell und akustisch überwacht werden?
Nein – Smart Meter ist nur ein fernauslesbares Messgerät (hat keine Kamera, kein Mikrofon…).
Ich habe gehört der Smart Meter-Datenaustausch erfolgt über PLC - Was ist PLC genau?
PLC = Power Line Communication ist eine Übertragungstechnologie bei der die bestehenden Niederspannungszuleitungen, die Ihre Anlage mit Strom versorgen für den Datenaustausch herangezogen werden. PLC ist somit keine Funktechnologie. Technisch gesehen erfolgt hier eine schmalbandige Signalübertragung auf elektrischen Niederspannungsnetzen im Frequenzbereich 9 kHz bis 95 kHz, welche durch die Europanorm EN 50065 geregelt ist. In dieser ist auch festgelegt, dass dieses Frequenzband ausschließlich für Smart Meter und Smart Grid Anwendungen verwendet werden darf. In Europa sind derzeit mehr als 30 Mio. Smart Meter mit Powerline Communication im Einsatz. Länder wie z.B. Italien, Spanien und Frankreich werden ihre Smart Meter zu 100% mit PLC Technologie betreiben. Italien betreibt seit dem Jahr 2002 das System flächendeckend. PLC ist die wirtschaftlichste Lösung für Smart Meter in dicht besiedelten Gebieten.


Ist es richtig, dass Smart Meter ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen?
Sie können, wie bisher auch, bei der neuen Zählertechnologie auf den Schutz ihrer Ver-brauchswerte vertrauen. In den laufenden Planungen werden alle Aspekte, die den Daten-schutz und die Datensicherheit betreffen mitberücksichtigt und hierfür erforderliche Maß-nahmen ausgearbeitet. Die Erhebung von Verbrauchswerten durch einen Smart Meter unterliegt, wie jede andere Datenanwendung, den Regelungen des Datenschutzgesetzes.Die Einhaltung dieser Regelungen ist durch den Netzbetreiber zu gewährleisten.


Sind Smart Meter gesundheitsgefährdend?
Nach heutigem Kenntnisstand kann eine gesundheitliche Beeinträchtigung oder Gefährdung von Personen durch Signale der Datenübertragung ausgeschlossen werden. Die von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) vorgegebenen und in Österreich in der ÖNORM E8850 ausgewiesenen Vorsorgegrenzwerte werden bei weitem unterschritten und damit eingehalten.
Die gesamte elektronmagnetische Zusatzbelastung, welche sich durch eine Auslesung des Verbrauchswertes ergibt, ist sehr gering und entspricht etwa einer zusätzlichen SMS.


Kann ein Smart Meter andere elektronische Geräte in meinem Haus stören?
Nein, sofern ihre Geräte den europäischen Vorschriften entsprechen.